Die Glocke von 1855Rankenornament auf der Glocke von 1824Inschrift der Glocke von 1824
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Erinnerungen & Geschichten

Die Hausener Glocken


So läuten die Glocken Samstags um 15 Uhr. Erst die Kleine, dann die Mittlere, dann die Große und schließlich alle zusammen. Aufgenommen im Dachstuhl der Kirche. Klicken Sie auf die Glocken!



Seit über 150 Jahren schlägt die große Glocke aus dem Jahr 1855 im Dachreiter der Kirche. (»Glockenweihe, 1855)
Sie stammt aus der Glockengießerei Otto in Gießen. Ihre ersten zwei Begleiterinnen, die kleine und die mittlere Glocke, wurden während des ersten Weltkriegs 1917 beschlagnahmt und für den Guß von Kanonenrohren eingeschmolzen. Erst sechs Jahre später, 1923, konnte die Gemeinde einen Ersatz für die mittlere Glocke gebraucht kaufen.

Ein Jahr später kam auch eine neue kleine Glocke hinzu, gegossen aus 263,5 Kilo Bronze von der Firma Rincker in Sinn. Sie wurde aus Spenden der nach Amerika ausgewanderten Hausener Müllerfamilie Dern finanziert.

Im zweiten Weltkrieg wurde auch diese kleine Glocke beschlagnahmt und zerstört. Nach Kriegsende ersetzte sie eine Glocke der Glockengießerei Schwenn in Stettin aus dem Jahr 1824. Sie hatte bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs der Gemeinde Görke im damaligen Vorpommern, möglicherweise Górzyca in Polen, gehört und stand nach Kriegsende auf dem Glockenfriedhof [w] in Hamburg. Als "Patenglocke" kam sie nach Hausen.


Zusammengestellt nach Recherchen im Kirchenarchiv von Werner d'Amour.

Fotos: Sabine Scheele, Scans: Jürgen Schu