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Die Kreuzigungsgruppe

Die Kreuzigungsgruppe zeigt Maria und Johannes zu beiden Seiten des gekreuzigten Christus. Dieses zentrale Motiv wurde in der christlichen Kunst seit dem 5. Jahrhundert immer wieder dargestellt.


Detail JohannesDer bärtige Figur, die hier die Stelle des Johannes einnimmt, hält in ihrer linken Hand ein Buch, Attribut der Apostel, auf das sie mit der rechten Hand deutet. Wie auch bei Maria fehlt bei ihr die übliche Darstellung von Trauer und Schmerz.



2Maria im traditionell blauen Kleid mit goldgefaßtem Mantel hält ebenfalls ein Buch in der rechten Hand und erhebt die linke Hand in einer betenden Geste.




Der Kopf des gekreuzigten ChristusDer gekreuzigte Christus ist mit einem Lendentuch bekleidet, auf dem Kopf trägt er die Dornenkrone. Wie in der spätmittelalterlichen Kunst üblich, ist es der Typus des leidenden, toten Christus. Sein Körper ist von Wunden übersäht, seine Augen sind geschlossen, sein Kopf auf seine reche Seite gesunken.


1 In der Gestaltung seines Körpers legte der Künstler großen Wert auf eine realistische Darstellung: die Muskeln, die Adern und die Knochen unter der gepeinigten Haut sind überdeutlich herausgearbeitet.
Seine Füße sind mit einem Nagel in das Holz genagelt. In der Kunstgeschichte wird das als "Dreinageltypus" bezeichnet, zur Unterscheidung vom "Viernageltypus", der den lebenden, triumphierenden Christus mit nebeneinandergestellten Füßen zeigt, der in der romanischen Kunst vorherrschte.





Die Gruppe ist aus verschiedenen Kunstwerken unterschiedlicher Epochen zusammengesetzt. Während die Figur des Johannes, vielleicht ursprünglich die Darstellung eines anderes Apostels, und der Maria in die Zeit um 1380/90 datiert werden, also in die Zeit der Hochgotik, stammt das Kreuz aus dem 15. Jahrhundert, der Spätgotik. Die Figur des Gekreuzigten ist vermutlich etwas älter als das Kreuz. Es war vermutlich ursprünglich ein Vortragekreuz. Die Zusammenstellung der Kunstwerke zu einer Kreuzigungsgruppe kann bereits zur Entstehungszeit des Kreuzes passiert sein.

Anfang der 70er Jahre wurden die Figuren restauriert und ihre ursprüngliche Bemalung konnte freigelegt werden.


S.Scheele

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